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Zielsetzung des Workpackages

Um das zentrale dekadische Vorhersagesystem in die operationelle Anwendung zu bringen, entwickelt das Climate Service Center Germany (GERICS) prototypische Produkte für ausgewählte Nutzer aus der Privatwirtschaft. In enger Zusammenarbeit mit den Nutzern und Wissenschaftlern soll die Nutzbarkeit des dekadischen Vorhersagesystems analysiert und verbessert werden. Letztendlich sollen die Aussagen der maßgeschneiderten prototypischen Produkte die Nutzer bei der Entscheidungsfindung zu klimarelevanten Problemen auf dekadischer Zeitskala unterstützen.

Struktur des Workpackages

Die Struktur des Workpackages wird graphisch in einer Zeitstrahl-Abbildung verdeutlicht
(Abbildung 1). Die Abbildung zeigt die wechselseitigen interaktiven Prozesse, Aufgaben und
Arbeitsabläufe der drei Akteure (1. Nutzer aus der Privatwirtschaft, 2. GERICS, 3. Entwickler des
dekadischen Vorhersagesystems), sowie die Ziele bzw. den Mehrwert des Projektes (siehe dazu
auch den nächsten Abschnitt).

Aufgabenstellung des Workpackages

In ersten Workshops werden gemeinsam mit den Unternehmen die Nutzeranforderungen
identifiziert, um erste Fallstudien zu entwickeln und auszuwählen. Die ausgewählten Fallstudien
sollten möglichst verschiedene Kombinationen aus Branche, Thematik und Region abdecken. Es
werden zudem Methoden zur Evaluation der Fallstudien und zur Produktentwicklung für die
zukünftigen prototypischen Produkte etabliert. Weiterhin ist geplant eine Evaluierungsstrategie zu
entwickeln und Kriterien für die Nutzbarkeit des dekadischen Vorhersagesystems zu identifizieren,
die an die Entwickler des Systems zurückgespiegelt werden. Am Ende des zweiten Jahres von
MiKlip II sollten alle Fallstudien unter Verwendung der etablierten Evaluationsmethoden
ausgewählt sein. Mit Hilfe der ausgewählten Fallstudien wird nun begonnen die maßgeschneiderten
prototypischen Produkte gemeinsam mit den Nutzern zu entwickeln. Zum Ende des Projekts
werden die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem iterativen Verbesserungsprozess
der Interaktion zwischen den Nutzern, GERICS und dem dekadischen Vorhersagesystem analysiert
und zusammengefasst.

(Zu liefernde) Ergebnisse des Workpackages

GERICS liefert eine Pilot-Studie über den Nutzen von dekadischen Vorhersagen im privaten
Wirtschaftssektor. (Auf dem Weg zur finalen Pilot-Studie werden zusammen mit ausgewählten
Nutzern Fallstudien und prototypische Produkte entwickelt. Darüber hinaus werden Studien über
die Nutzbarkeit von dekadischen Vorhersagen und den iterativen Verbesserungsprozess des
dekadischen Vorhersagesystems erarbeitet.)

Abbildung 1: Die Zeitstrahl-Abbildung zeigt die wechselseitigen interaktiven Prozesse,
Aufgaben und Arbeitsabläufe des Workpackages. (Mit einem Klick PDF öffnen)

Fortschritte des Workpackages

Es wurde eine umfangreiche Literaturrecherche zur Erfassung von typischen sektorspezifischen Nutzerbedarfen durchgeführt, die durch die Erfahrungswerte im GERICS über spezifische Nutzerbedarfe ergänzt wurde. Das Zusammenbringen der recherchierten Nutzerbedarfe mit der Analyse der bisher veröffentlichten, nutzerrelevanten MiKlip-Ergebnisse zum Skill des dekadischen Vorhersagesystems lieferten die Grundlage für die Entwicklung einer nutzerorientierten Evaluation der MiKlip-Ergebnisse (die zurzeit für die Bereitstellung im CES bearbeitet wird) und die Sektorenauswahl von Fallstudien.

Für den Versicherungssektor ist in Zusammenarbeit mit Modul C eine Fallstudie zur Vorhersagbarkeit von Windgeschwindigkeiten entstanden. Nach mehreren Gesprächen mit dem Nutzer wird zurzeit ein vorläufiges Datenprodukt aus den MiKlip-Fore- und Hindcasts erarbeitet, um die Anwendbarkeit im betrieblichen Handeln des Unternehmens zu testen. Um die Zusammenarbeit mit Nutzern in weiteren Fallstudien zu strukturieren wurde begonnen eine strategische, MiKlip-spezifische Vorgehensweise (von der Kontaktaufnahme, über leitfadengestützte Interviews zur Bedarfsanalyse, hin zur Evaluierung der Nutzbarkeit zu entwickeln. 

Mini-glossar

Prototypische Produkte: Unter prototypischen Methoden und Dienstleistungen versteht das
GERICS neuartige, innovative und forschungsbasierte Informationen, Prozesse und Methoden die
Klimawissen in Entscheidungsprozesse integrieren. Neuartig heißt in diesem Fall, dass ein
inhaltlicher Mehrwert besteht, der zuvor nicht abgedeckt wurde. Ein Prototyp wird im Co-
Development mit Anwendungs- und Wissenschaftspartnern für einen bestimmten Fall spezifisch für
Anwenderbedürfnisse entwickelt und kann auf Regionen, Nutzer oder Sektoren übertragen werden.
Nach der Entwicklung kann der Prototyp in eine Operationalisierung gebracht werden (Juliane
Petersen, persönliche Mitteilung, 2015).

Kontakt

Climate Service Center Germany (GERICS)
Bente Tiedje
bente.tiedje(at)nospamhzg.de
+49 (0)40 - 226 338 - 414

Claas Teichmann
claas.teichmann(at)nospamhzg.de
+49 (0)40 - 226 338 - 441

Andreas Hänsler
andreas.haensler(at)nospamhzg.de
+49 (0)40 - 226 338 - 417